gateB AG

Executive Briefing Swiss CRM Forum

14. Juni 2018

Welche Auswirkungen hat die DSGVO auf das Online-Marketing?

Am Executive Briefing von Swiss CRM ging es diesmal um die am 25. Mai in Kraft getretene neue EU-Datenschutzverordnung und deren Auswirkungen auf das Online-Marketing.

Im CRM Business Club haben gestern Lukas Bühlmann, Head Digital, Data Privacy & E-Commerce bei Meyerlustenberger, Peter Tüscher, Leiter Kundenmarketing & CRM des Migros-Genosschenschafts-Bunds, und Robert Schumacher, Director gateB, die Auswirkungen der neuen EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) auf das Online-Marketing diskutiert. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie Kunden auch unter dem neuen Reglement erreicht und begeistert werden können.

Der Kunde rückt ins Zentrum (zurück)
Die DSGVO geht keineswegs nur mit Einschränkungen für Marketers einher, sondern bietet im Gegenteil auch neue Möglichkeiten. Die Kernaussage der gestrigen Podiumsrunde könnte man so zusammenfassen: Im Marketing stehen weiterhin – und durch die DSGVO sogar verstärkt – die Kunden und deren Interesse im Zentrum. Auch wurde in der gestrigen Diskussionsrunde klar, dass viele Fragen und Thematiken nur am Rande mit der neuen DSGVO zu tun haben, sondern vielmehr das Kundenbeziehungsmanagement allgemein betreffen.

«Die DSGVO ist für Marketing-Teams ein Anlass, sich wieder verstärkt auf ihre Kunden zu konzentrieren. Von dieser Professionalisierung profitieren letztendlich sowohl die Unternehmen wie auch die Kunden.»

— Robert Schumacher

Viele Marketers sind verunsichert, wenn es um die Frage geht, was sie heute noch dürfen und was nicht mehr möglich ist mit dem Inkrafttreten der neuen Datenschutzverordnung der EU (DSGVO). Gewisse Unternehmen gingen so weit, ihren ganzen Kundenstamm – also bestehende Kunden! – anzuschreiben und zu einem Double Opt-in aufzufordern. Dadurch haben sie mit grösster Wahrscheinlichkeit bis zu 80% ihrer Kontakte unbrauchbar gemacht, da die Response-Quote in der Regel nicht mehr als 20% beträgt.

Pragmatische Umsetzung
Gemäss den Teilnehmern haben vor allem grosse Unternehmen daher auf eine pragmatische Umsetzung gesetzt. Bloss nicht den Kopf – und damit die Kunden – verlieren, lautet ihre Devise. Von rechtlicher Seite wurde bestätigt, dass es keinen Grund gibt, von existierenden Kunden ein Double Opt-in zu verlangen. Die einfache Möglichkeit, sich abzumelden in jeder E-Mail reiche hier völlig. Schliesslich gilt es auch, das Kundeninteresse zu wahren, und die Kommunikation mit dem Kunden liegt durchaus in dessen Interesse.

Offener Dialog mit den Kunden
Es wurde sogar dafür plädiert, mit den Kunden in einen offenen Dialog zu treten, um ihre Präferenzen zu erfahren, was die Kanäle und die Frequenz der Kontaktaufnahme betrifft. Mit heutiger Datenanalyse ist es zudem ein Leichtes, den Kunden mit relevanten Informationen zu bedienen, wodurch er einen Mehrwert hat. Deshalb gilt es, auf kreative Weise relevante Inhalte zu erschaffen und gleichzeitig professionell mit Kundendaten umzugehen.

Positive Aspekte der DSGVO

  • Das Bewusstsein für die Kundensicht wird geschärft.
  • Eine neue Haltung zum Umgang mit Daten entsteht, dieser wird professionalisiert.
  • Kundenverantwortliche finden innerhalb der Organisationen besser Gehör für ihre Anliegen.
  • Marketeers werden verstärkt gezwungen, relevant zu sein und auf Kundenbedürfnisse einzugehen.

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